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Reparieren, warten, weiterarbeiten: So bleiben Folienschweißgeräte lange im Einsatz

Folienschweißgeräte sind Arbeitsgeräte. Sie werden eingeschaltet, heizen auf, schweißen, schneiden und kühlen wieder ab. Je nach Einsatz viele Male am Tag. Dass dabei irgendwann etwas verschleißt, ist völlig normal.

Bei Wärmeimpulsgeräten betrifft das vor allem die Heizelemente. Man kann sie ein wenig mit den Bremsbelägen beim Auto vergleichen. Wer mit hoher Temperatur arbeitet und der Schweißnaht nur wenig Kühlzeit gönnt, beansprucht die Heizelemente stärker.

Oder anders gesagt: Wer mit Vollgas auf die rote Ampel zufährt und dann kräftig in die Eisen steigt, braucht seine Bremsbeläge schneller auf. Beim Folienschweißgerät ist es ähnlich.

Vieles lässt sich selbst erledigen

Ein verschlissenes Heizelement bedeutet nicht automatisch, dass das Gerät in die Werkstatt muss. Bei vielen polystar® Folienschweißgeräten können Anwender typische Verschleißteile selbst wechseln. Wie aufwendig das ist, hängt vom jeweiligen Gerät ab.

Bei einem Hebelarmgerät ist der Austausch des Heizelements zum Beispiel denkbar einfach. Altes Heizelement aushebeln, neues einsetzen und weiter geht es.

Auch andere Teile verschleißen im täglichen Einsatz. Dazu gehören beispielsweise Messer bei Geräten mit Schneidvorrichtung sowie Silikon- und Schaumstoffprofile bei Hebelarmgeräten.

Damit beim Wechsel niemand rätseln muss, sind die entsprechenden Arbeiten in den Betriebsanleitungen beschrieben. Beim Versand typischer Ersatz- und Verschleißteile legen wir zusätzlich eine bebilderte Montageanleitung in Papierform bei.

Bei vielen Arbeiten reicht das vollkommen aus. Bei anderen wird es deutlich aufwendiger.

Schraubendreher allein reicht nicht immer

Bei doppelt beheizten Geräten ist der Wechsel von Heizelementen anspruchsvoller. Hier braucht es handwerkliches Geschick, geeignetes Werkzeug und das Wissen, wie das Gerät aufgebaut ist. Schraubendreher und Zange gehören dazu, in manchen Fällen auch der Lötkolben.

Noch etwas mehr Geduld verlangen Durchlauf-Schweißmaschinen. Für den Wechsel eines Teflonbandes muss je nach Maschinentyp ein erheblicher Teil der Maschine zerlegt werden. Danach geht es nicht nur darum, alles wieder an seinen Platz zu setzen.

Die Bauteile müssen anschließend fachgerecht ausgerichtet und eingestellt werden. Erst dann arbeitet die Maschine wieder so, wie sie soll. Genau an diesem Punkt endet irgendwann das klassische „Das mache ich schnell selbst“.

Wenn das Gerät zu uns kommt

Reparaturen und Instandsetzungen übernehmen wir bei uns im Haus. Dafür wird das Gerät gut und sicher verpackt an unsere gesonderte Anlieferadresse geschickt. Wenn die Originalverpackung noch vorhanden ist, sollte sie nach Möglichkeit genutzt werden.

Bei der Verpackung darf man ruhig großzügig denken. Pakete werden auf dem Transportweg nicht immer sanft behandelt. Sie werden gestapelt, geschoben, können umfallen und im ungünstigen Fall auch einmal aus größerer Höhe herunterfallen. Das Gerät sollte deshalb so verpackt sein, dass es genau das übersteht.

Eine kurze Fehlerbeschreibung gehört ebenfalls ins Paket. „Geht nicht“ ist zwar eine Information, hilft uns bei der Fehlersuche aber nur begrenzt. Je genauer beschrieben wird, was passiert, wann der Fehler auftritt und was bereits ausprobiert wurde, desto gezielter können wir prüfen.

Nach der ersten Durchsicht erstellen wir einen Kostenvoranschlag. Erst wenn der Kunde diesen aktiv freigibt, beginnen wir mit der Reparatur. Danach wird instand gesetzt und das Gerät geht zurück an seinen Arbeitsplatz.

Wartung heißt nicht, dass ständig etwas kaputt sein muss

Viele polystar® Folienschweißgeräte sind erstaunlich genügsam. Wir sehen Geräte, die seit 20, 30 Jahren oder noch länger im Einsatz sind. Manche davon haben über Jahre lediglich neue Verschleißteile gebraucht. Andere waren zwischendurch zur Reparatur oder Wartung bei uns.

Ein langes Geräteleben heißt also nicht, dass nichts verschleißt. Es heißt vor allem, dass ein Gerät nicht ersetzt werden muss, nur weil nach vielen Jahren einmal etwas erneuert oder eingestellt werden muss.

Für Kunden, die Wartung lieber fest einplanen möchten, gibt es für verschiedene polystar® Geräteserien Wartungsverträge.

Wartung zum Festpreis

Für die im Wartungsvertrag vereinbarten Leistungen gilt ein fester Preis. Wie häufig ein Gerät zur Wartung kommt, legt der Kunde fest. Das passende Intervall hängt unter anderem davon ab, wie intensiv das Gerät genutzt wird und welche Anforderungen im jeweiligen Betrieb gelten.

Auch der genaue Wartungsumfang unterscheidet sich je nach Geräteserie. Grundsätzlich wird das Gerät geprüft, gereinigt, eingestellt und auf typische Verschleißstellen kontrolliert.

Zu den vereinbarten Leistungen können unter anderem gehören:

  • Reinigung des Gerätes von groben Verschmutzungen
  • Richten, Justieren und Einstellen des Gerätes
  • Aufarbeitung der Schneidvorrichtung
  • Prüfung der allgemeinen Funktionstüchtigkeit
  • Austausch der im Wartungsvertrag enthaltenen typischen Verschleißteile
  • Prüfung der elektrischen Sicherheit gemäß DGUV V3
  • Abholung und Rückversand

Wartungsverträge bieten wir unter anderem für Geräte der Hebelarm-Serie, der M-Serie, der M-RPA-Serie, das 250 MV sowie die 430 M-Serie an.

Der Kunde weiß vorher, was gemacht wird und was es kostet. Das Wartungsintervall lässt sich passend zum eigenen Betrieb festlegen, die elektrische Sicherheitsprüfung ist mit abgedeckt und typische Verschleißarbeiten werden direkt erledigt. Gerade im laufenden Betrieb ist das oft angenehmer, als erst dann über das Gerät nachzudenken, wenn es plötzlich nicht mehr arbeitet.

Und wenn bei der Wartung mehr auffällt?

Natürlich kann eine Wartung auch Dinge ans Licht bringen, die über die normalen Verschleißarbeiten hinausgehen. Wenn weitere Bauteile ausgetauscht oder zusätzliche Reparaturen durchgeführt werden müssen, erstellen wir dafür einen separaten Kostenvoranschlag. Ohne Freigabe passiert nichts.

Damit bleibt klar, was im Festpreis enthalten ist und welche Arbeiten darüber hinausgehen.

Eine kurze Randnotiz zur 430 M-Serie

Bei Geräten der 430 M-Serie kommen neben der Wartung noch zwei weitere Punkte hinzu. Da diese Geräte in validierten Verpackungsprozessen eingesetzt werden können, empfehlen wir eine jährliche Wartung. Die regelmäßige Kalibrierung ist dabei ein eigenes Thema und nicht Bestandteil des Wartungsvertrages. Wenn das Gerät ohnehin bei uns ist, kann sie separat beauftragt und direkt mit erledigt werden.

Bei der 430 M-Serie gehört außerdem die Aktualisierung der Gerätesoftware zum Wartungsumfang. So lassen sich mehrere notwendige Arbeiten in einem Termin miteinander verbinden.

Ein Gerät darf alt werden

Ein Folienschweißgerät muss nicht neu sein, um zuverlässig zu arbeiten. Manchmal braucht es nur ein neues Heizelement. Manchmal eine saubere Einstellung oder eine Reparatur. Und manchmal ist es angenehmer, die Wartung regelmäßig einzuplanen, statt erst beim Stillstand zu reagieren.

Was sinnvoll ist, hängt vom Gerät, seinem Einsatz und den Anforderungen im Betrieb ab. Wir schauen uns das im Zweifel lieber gemeinsam an.

Denn wenn ein Gerät nach 20 oder 30 Jahren noch zuverlässig seinen Job macht, gibt es eigentlich keinen guten Grund, es vorschnell in Rente zu schicken.