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Große und unförmige Exportgüter sicher in Folie verschweißen

Im Hamburger Hafen wird täglich verpackt, gestaut und verschifft. Maschinen, Bauteile und andere Stückgüter gehen von hier aus auf die Reise in alle Welt.

Viele dieser Güter passen in kein Standardmaß. Sie sind groß, schwer, kantig oder schlicht unförmig. Zum Schutz vor Feuchtigkeit und anderen äußeren Einflüssen werden sie häufig zusätzlich in PE-Folie oder Alu-Verbundfolie verpackt. Erst danach kommen sie in Holzkisten, Kartons oder direkt in den Seecontainer.

Was zunächst einfach klingt, ist in der Praxis oft aufwendige Handarbeit. Die Folie muss zugeschnitten, um das Packgut gelegt und angepasst werden. Und irgendwann muss das Ganze natürlich auch noch dicht verschlossen werden. Bei großen oder ungewöhnlich geformten Packstücken entstehen dabei schnell Schweißstrecken von mehreren Metern.

Wenn das Packstück den Arbeitsplatz vorgibt

Eine Maschine lässt sich nicht mal eben drehen. Ein großes Bauteil auch nicht. Bei solchen Verpackungsaufgaben muss deshalb das Schweißwerkzeug zum Packstück kommen und nicht umgekehrt.

Für PE-Folien kann der polystar® Impulsgeber 120 GE mit einer passenden Schweißzange eingesetzt werden. Alu-Verbundfolien lassen sich mit der polystar® Siegelzange 400 SZ verarbeiten.

Gearbeitet wird direkt am Packstück. Das ist gerade dann praktisch, wenn eine Folie entlang einer großen Kiste, eines Maschinengehäuses oder eines anderen sperrigen Bauteils geschlossen werden muss. Statt das Packgut immer wieder neu auszurichten, bewegt sich der Verpacker mit der Zange daran entlang.

Lange Schweißstrecken entstehen Naht für Naht

Eine mehrere Meter lange Folienkante lässt sich bei einer großen Exportverpackung nicht in einem Arbeitsgang schließen. Die Strecke wird aus einzelnen Schweißungen beziehungsweise Siegelungen zusammengesetzt.

Besondere Aufmerksamkeit brauchen die Übergänge. Die neue Naht sollte die vorherige leicht x-förmig überlappen, damit zwischen beiden keine offene Stelle zurückbleibt.

So wächst die Schweißstrecke Stück für Stück. Ob am Ende zwei Meter, fünf Meter oder noch mehr geschlossen werden müssen, ändert an diesem Prinzip nichts.

Hier lohnt sich Sorgfalt. Liegt die Folie sauber und überlappen sich die Nähte richtig, ist schon viel gewonnen.

Falten im Schweißbereich vermeiden

Falten gehören nicht in den Schweißbereich.

Liegen die Folienlagen dort ungleichmäßig übereinander, kann die Verbindung unsauber werden. Im ungünstigen Fall entstehen sogenannte Luftzieher und damit Schwachstellen in der Verpackung.

Auch für die Schweißzange selbst ist eine glatt liegende Folie besser. Mehrfach übereinanderliegendes oder gefaltetes Material belastet die Heizelemente stärker und kann ihren Verschleiß beschleunigen.

Gerade bei großen Folienbahnen ist faltenfreies Ausrichten manchmal leichter gesagt als getan. Die Zeit dafür sollte man sich trotzdem nehmen. Beim anschließenden Schweißen zahlt sie sich aus.

D-Zange oder SFZ-Zange?

Für lange Schweißstrecken an Exportverpackungen kommen vor allem D-Zangen und SFZ-Zangen infrage.

D-Zange

Die klassische D-Zange ist für genau solche Aufgaben gedacht. Sie lässt sich ca. 20 mm öffnen und kann die Schweißnaht direkt am Folienrand beziehungsweise bis max. 25 mm davon entfernt setzen. Bei großen Folienbahnen muss das Material deshalb relativ nah an der Kante sauber eingelegt werden.

Das funktioniert, braucht aber ein bisschen Übung. Und je länger die Zange wird, desto anspruchsvoller kann das Positionieren der Folie werden.

polystar Standardzange D-Zange

SFZ-Zange

Die SFZ-Zange bietet hier etwas mehr Platz. Sie lässt sich ca. 25 mm öffnen. Ihr gebogener Hals ermöglicht außerdem, die Schweißnaht bis zu ca. 100 mm vom Folienrand entfernt zu setzen.

Auf dem Papier sehen 20 oder 25 mm Öffnung zunächst nicht nach einem gewaltigen Unterschied aus. Wer eine große Folienbahn in der Hand hält, merkt ihn trotzdem. Das Material lässt sich leichter einlegen und ausrichten. Vor allem an großen oder sperrigen Packstücken kann die SFZ-Zange deshalb angenehmer zu handhaben sein.

polystar Schnabelformzange SFZ-Zange

DS-Zange

Die DS-Zange fällt bei dieser Anwendung aus der Reihe. Sie greift ähnlich wie eine Schere quer in die Folie und eignet sich beispielsweise dazu, zwei Folienbahnen miteinander zu verbinden, etwa wenn diese anschließend weiterverarbeitet oder aufgerollt werden. Strecke entlang einer langen Folienkante zu machen, ist dagegen nicht ihre Aufgabe.

polystar Schnabelzange DS-Zange

Impulsgeber mit Schweißzange oder Siegelzange?

Das Folienmaterial entscheidet zunächst darüber, welche der beiden Lösungen infrage kommt. Für die tägliche Arbeit ist aber auch interessant, wie viel Bewegungsfreiheit rund um das Packstück bleibt.

Impulsgeber 120 GE mit Schweißzange Siegelzange 400 SZ
Folienmaterial PE-Folie Alu-Verbundfolie
Aufbau Impulsgeber und separate Schweißzange Siegelzange mit integriertem Netzteil
Bewegungsfreiheit 3 m Steckerleitung am Impulsgeber plus 3 m Anschlusskabel der Schweißzange 5 m Anschlusskabel
Zusätzliche Reichweite Optionales 6-m-Verlängerungskabel zwischen Impulsgeber und Schweißzange Kein separater Impulsgeber erforderlich
Arbeitsweise Impulsgeber aufstellen und mit der Zange am Packstück arbeiten Stecker einstecken, Netzteil einschalten und mit der Zange am Packstück arbeiten
Typischer Einsatz Große und unförmige Packstücke in PE-Folie Große Verpackungen aus Alu-Verbundfolie

Wer einmal um eine große Kiste oder ein Maschinengehäuse herumarbeiten musste, weiß, dass ein paar Meter Kabel plötzlich ziemlich interessant werden können.

Der Impulsgeber 120 GE hat eine 3 m lange Steckerleitung zur Stromversorgung. Zwischen Impulsgeber und Schweißzange kommen weitere 3 m Anschlusskabel hinzu. Wenn das nicht reicht, kann zusätzlich ein 6-m-Verlängerungskabel mit Kupplung und Stecker zwischen Impulsgeber und Zange eingesetzt werden.

Bei der Siegelzange 400 SZ ist kein separater Impulsgeber nötig. Das Netzteil ist bereits integriert. Stecker einstecken, Gerät einschalten und dann stehen 5 m Anschlusskabel für die Arbeit rund um das Packstück zur Verfügung.

Heute klein, morgen mehrere Meter lang

Bei Exportverpackern sieht kaum ein Packstück aus wie das nächste.

Heute liegt vielleicht ein Ersatzteil auf einer Palette. Morgen steht ein mehrere Meter langes Maschinenteil in der Halle. Danach kommt ein Gehäuse mit Vorsprüngen, Kanten und unterschiedlichen Höhen.

Genau dafür sind handgeführte Schweiß- und Siegelzangen interessant. Die Folie wird passend zum jeweiligen Packstück vorbereitet und anschließend dort verschlossen, wo tatsächlich eine Naht gebraucht wird.

Lange Seiten, Ecken, Übergänge oder weniger gut zugängliche Stellen lassen sich direkt am Packgut bearbeiten. Handarbeit bleibt es trotzdem. Nur muss sich der Verpacker nicht zusätzlich mit einem Werkzeug herumärgern, das nicht zu seiner Aufgabe passt.

Das Packgut gibt die Arbeit vor. Das Werkzeug folgt.

Welche Lösung passt zur eigenen Exportverpackung?

Eine pauschale Empfehlung hilft bei dieser Frage nur begrenzt.

Eine dünne PE-Folie an einem kleineren Bauteil stellt andere Anforderungen als eine schwere Folienbahn rund um ein mehrere Meter langes Maschinengehäuse. Auch Folienstärke, benötigte Schweißlänge und die Platzverhältnisse vor Ort spielen eine Rolle.

Deshalb sehen wir uns solche Anwendungen lieber konkret an.

In unserem polystar® Vorführraum in Hamburg können Sie Ihre eigene Folie mitbringen und die verschiedenen Geräte selbst ausprobieren. Wenn es machbar ist, bringen Sie auch ein Muster oder Ihr Packstück mit.

Nach dem Test wissen Sie, welche Zange sich bei Ihrer Arbeit gut handhaben lässt. Sie sehen die Schweiß- oder Siegelnaht auf Ihrem eigenen Material und können ausprobieren, wie gut Sie mit dem Gerät rund um Ihr Packstück kommen.

Damit ist die Entscheidung nicht nur eine Frage technischer Daten. Sie haben selbst ausprobiert, was mit Ihrer Folie und bei Ihrer Anwendung funktioniert.

Häufige Fragen zum Verschweißen großer Exportverpackungen

Welche Folien lassen sich mit dem Impulsgeber 120 GE verschweißen?

Der Impulsgeber 120 GE wird zusammen mit einer passenden Schweißzange für PE-Folien eingesetzt. Welche Zange sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Größe der Folienbahn und davon ab, wie am Packstück gearbeitet werden soll.

Welche Schweißzange eignet sich für lange Folienbahnen?

Für lange Schweißstrecken kommen vor allem D-Zangen und SFZ-Zangen infrage. Die D-Zange ist ein klassisches Werkzeug für diese Anwendung. Die SFZ-Zange lässt sich etwas weiter öffnen und kann durch ihren gebogenen Hals die Schweißnaht weiter vom Folienrand entfernt setzen. Bei großen Folienbahnen erleichtert das häufig das Einlegen und Positionieren.

Worin unterscheiden sich D-Zange und SFZ-Zange?

Die D-Zange lässt sich ca. 20 mm öffnen und setzt die Schweißnaht direkt am Folienrand beziehungsweise bis max. 25 mm davon entfernt. Die SFZ-Zange öffnet sich ca. 25 mm und kann die Naht durch ihren gebogenen Hals bis zu ca. 100 mm vom Folienrand entfernt setzen. Dadurch lässt sich großformatige Folie mit der SFZ-Zange oft leichter handhaben.

Wofür wird eine DS-Zange verwendet?

Eine DS-Zange greift quer in die Folie. Sie eignet sich beispielsweise dazu, zwei Folienbahnen miteinander zu verbinden, etwa bevor diese anschließend weiterverarbeitet oder aufgerollt werden. Für lange Schweißstrecken entlang einer Folienkante ist sie nicht vorgesehen.

Warum sollte die Folie beim Schweißen faltenfrei liegen?

Falten können verhindern, dass die Folienlagen im Bereich der Schweißnaht sauber miteinander verbunden werden. Dadurch können Luftzieher oder andere Schwachstellen entstehen. Mehrfach liegende Folie belastet bei Schweißzangen außerdem die Heizelemente stärker und kann deren Verschleiß beschleunigen.

Wie lassen sich mehrere Meter lange Folienbahnen verschweißen?

Lange Strecken werden aus einzelnen Schweißnähten aufgebaut. Die Nähte werden nacheinander gesetzt und sollten sich an den Übergängen leicht x-förmig überlappen. So kann die Schweißstrecke Stück für Stück verlängert werden.

Kann Alu-Verbundfolie mit dem Impulsgeber 120 GE verschweißt werden?

Für Alu-Verbundfolie wird bei dieser Anwendung eine andere Lösung eingesetzt. Hierfür eignet sich die Siegelzange 400 SZ mit integriertem Netzteil.

Kann ich meine eigene Folie testen?

Ja. Im polystar® Vorführraum in Hamburg können Sie Ihr eigenes Material mitbringen und selbst ausprobieren. Gerade bei großen Packstücken oder speziellen Folien sagt ein praktischer Test oft mehr aus als eine rein technische Empfehlung.

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